2 Freunde und Helfer

„Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“ bestimmt Artikel 6 Satz 1 des Grundgesetzes der deutschen Bundesrepublik. Er lässt offen, was diese schutzbefohlene Familie ist, in welcher Beziehung Ehe und Familie zueinander stehen, von welcher Art Schutz die Rede ist und wer oder was mit der staatlichen Ordnung gemeint ist. Ausführlicher äußert sich dazu das Familienrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch. In den annähernd 500 Paragrafen steht dort, wer in einer Familie welche Ansprüche an wen hat und wer wen versorgen muss. Ansprüche und Versorgung ist vor allem eins: Geld.

Zur Partnerschaft von Mann und Frau und zur Sorge für die Kinder trägt das Familienrecht nichts bei. Das „Sorgerecht“ für ein Kind dient nicht der guten Versorgung eines Kindes, sondern begründet finanzielle Ansprüche des Sorgeberechtigten an einen Unterhaltspflichtigen, das Kind dient dabei lediglich als Vorwand. Das sogenannte „Kindeswohl“, ein wichtiges Schlagwort in der heutigen Familienpolitik, hat mit dem wirklichen Wohlergehen von Kindern nichts zu tun. Den Begriff benutzen vielmehr Familiengerichte, um Zahlungsverpflichtungen abzuleiten bzw. zu verbrämen. Deren wirkliche Motive und Ziele bleiben dabei verborgen. In den folgenden Abschnitten über Kirche und Staat werden sie aufgedeckt.